Das kommende Frühjahr ist für das Ehepaar Rudolf und Elfriede Wimmer ein guter Anlass, das schon etwas in die Jahre gekommene Wohnzimmer wieder auf Vordermann zu bringen. Neue Tapeten und Vorhänge, ein bisschen Ausmisten und das eine oder andere neue Möbelstück sollen für frischen Wind im trauten Heim sorgen. Leider verlief nicht alles nach Plan und zu guter Letzt waren die Wimmers froh, eine gute Rechtschutzversicherung zu haben.
Wer meine Elfriede kennt weiß, dass sie sehr hartnäckig und bestimmend sein kann. Da unser Wohnzimmer ja tatsächlich schon sehr abgewohnt war, stimmte ich ihrem Renovierungsplan zu. Nach kurzer Suche hatten wir uns für eine Vliestapete mit toller Optik und passender Bordüre entschieden, die unserem Wohnzimmer neuen Pfiff verleihen sollte. Auf Empfehlung unseres Nachbarn hatten wir einen Tapezierer mit der Umsetzung beauftragt. Groß war die Vorfreude, die jedoch leider rasch getrübt wurde.
Handwerker verursacht Sachschaden
So eifrig sich die Tapezierer ans Werk machten, so wenig Sorgfalt ließen sie walten. Unser Parkettboden wurde durch die groben Arbeitsschuhe und durch achtlos abgelegtes Werkzeug völlig zerkratzt. Von den vielen Kleisterflecken im ganzen Raum ganz zu schweigen. Als ich den Firmenchef darauf ansprach, behauptete dieser, dass unser alter Fußboden durch unsere Möbel schon zerkratzt war und dass er gar nicht daran denke, dafür aufzukommen. Ich war fuchsteufelswild!
Wer zahlt meinen Schaden?
Zum Glück hatte mir mein Sohn Thomas vor Jahren zu einer Rechtsschutzversicherung geraten. Obwohl ich mir damals nicht vorstellen konnte, wofür ich so eine Versicherung brauchen könnte, hatte ich den Vertrag letztlich zum Glück doch abgeschlossen. Verärgert über den verursachten Schaden und die ablehnende Reaktion des Firmenchefs wandte ich mich ratsuchend an meine Versicherung. Ein Anwalt nahm sich unseres Problems umgehend an und setzte sich direkt mit dem Tapezierermeister in Verbindung. Und siehe da – bereits zwei Wochen später war der Fall gelöst und der Schaden wurde uns zur Gänze ersetzt. Dank der Unterstützung unserer Versicherung ist unsere Renovierung nun doch zu unserer Zufriedenheit ausgegangen – aber eines ist sicher – bei dem nächsten Projekt in unserem Haus werde ich mir einen anderen Handwerker suchen.

Über den Autor:
Rudolf Wimmer, 68 Jahre alt, ist pensionierter Bürgermeister einer kleinen Gemeinde in Niederösterreich. Er liebt es, Ausflüge mit Frau und Enkelkindern an österreichische Seen zu machen, sowie als leidenschaftlicher Ornithologe die Vögel in seinem Garten zu beobachten.